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Informationen zur Weiterbildungsermächtigung

Sichern Sie den Nachwuchs, stärken Sie Ihr Zentrum und profitieren Sie von den Vorteilen eines Weiterbildungsassistenten!


In fünf Fragestellungen haben wir für Sie die wichtigsten Kriterien für die Beantragung der Weiterbildungsermächtigung "Innere Medizin/Nephrologie", den Ablauf der Weiterbildung und die Vorteile der Anstellung eines Weiterbildungsassistenten zusammengefasst.

Ihr Ansprechpartner beim DN e.V.

RA Alexander Leven

"Mein Tipp: Sprechen Sie Ihre ansässigen Kliniken auf eine Kooperation für die Weiterbildung in Form eines Rotationssystems an."


  • 1. Welche Voraussetzungen muss ich für die Beantragung der Weiterbildungsermächtigung "Innere Medizin/Nephrologie" erfüllen?

    • Für den Erhalt der Weiterbildungsermächtigung muss eine mehrjährige Tätigkeit nach Abschluss der Weiterbildung Innere Medizin/Nephrologie nachgewiesen werden. Die Mindestvoraussetzung hierfür: eine zweijährige regelmäßige Tätigkeit.

    • Es erfolgt keine Erteilung unmittelbar nach Erwerb des Facharztes oder der Zusatzbezeichnung.

    • Die Weiterbildungsbefugnis ist grundsätzlich auf eine Facharztweiterbildung und/oder einen Schwerpunkt und/oder eine Zusatzweiterbildung begrenzt.

    • Vorgaben der MWBO zum Inhalt der Weiterbildung müssen erfüllt sein (Abschnitt B der MWBO).

  • 2. Was muss ich bei der inhaltlichen Ausgestaltung der Weiterbildung beachten und wie viel Anleitung bedarf der Weiterbildungsassistent?

    • Die Weiterbildung liegt in der persönlichen Verantwortung des weiterbildenden Arztes.

    • Es ist kein Wechsel des verantwortlichen Arztes möglich:
      >> Ausnahme: Urlaub des weiterbildenden Arztes (max. sechs Wochen)

    • Die Weiterbildung ist durch zwei teilzeitbeschäftigte Ärzte möglich, auch die Delegation einzelner Aspekte der Weiterbildung sind erlaubt.

    • Pro Arzt darf nur ein Weiterbildungsassistent in Vollzeit oder zwei in Teilzeit beschäftigt werden (LSG NRW L 11 KA 68/05).

    • Der weiterbildende Arzt soll den Assistenten anleiten und überwachen, die persönliche Anleitung darf aber nicht mit ständiger Aufsicht verwechselt werden, hier ist ein angemessenes Gleichgewicht zu finden.

    • Der Assistent ist bereits approbierter Arzt und daher grundsätzlich in der Lage, ärztliche Leistungen selbstständig und verantwortlich zu erbringen. Gleichzeitig soll er die praktischen Fähigkeiten erlernen, die für den Facharztstandard relevant sind. Daher darf es als ausreichend angesehen werden, wenn der Ausbilder, gerade am Anfang, sich mit dem Assistenten in der Praxis befindet und jederzeit die Möglichkeit hat, diesen zu überwachen und eingreifen zu können. Es ist nicht erforderlich, dass er sich mit dem Assistenten im Behandlungsraum aufhält.

    • Je weiter die Weiterbildung fortgeschritten ist, desto mehr Freiraum und Verantwortung sollte dem Assistenten gegeben werden, z.B. die Leitung einer Dialyseschicht. Eine telefonische Erreichbarkeit des verantwortlichen Arztes ist in diesem Stadium der Weiterbildung ausreichend.

    • Der ausbildende Arzt muss ein gegliedertes Programm für die Weiterbildung erstellen, hierbei kann er sich an dem Weiterbildungsplan der Ärztekammer orientieren.

    • Es muss ein Beurteilungsgespräch mit dem in Weiterbildung befindlichen Arzt nach jedem Weiterbildungsabschnitt stattfinden, mindestens einmal im Jahr.

    • Der befugte Arzt hat dem in Weiterbildung befindlichen Arzt innerhalb von drei Monaten ein Zeugnis über die abgeleistete Weiterbildungszeit auszustellen, das folgende Inhalte umfassen muss:
      >>Darstellung der erworbenen Kenntnisse, Erfahrungen und Fertigkeiten
      >>Stellungnahme zur fachlichen Eignung
      >>Angaben über den zeitlichen Umfang der Teilzeitbeschäftigungen und Unterbrechungen in der Weiterbildung

  • 3. Wie läuft das Verfahren bei der zuständigen Ärztekammer ab?

    • Sowohl die Erteilung einer Weiterbildungsbefugnis, als auch die Zulassung als Weiterbildungsstätte sind Antragsverfahren bei der Ärztekammer, die meist zusammen geprüft werden.

    • Der Antrag besteht aus einem Mantelbogen und dem fachspezifischen Erhebungsbogen.

    • Das gegliederte Weiterbildungsprogramm muss dem Antrag an die Kammer beiliegen.

    • Die Mitteilung der Entscheidung über die Befugnis erfolgt in der Regel 6-8 Wochen nach Antragstellung in Form eines Bescheids.

    • Die Befugnis wird grundsätzlich unbefristet erteilt.

    • Die Kosten und Gebühren sind abhängig von der Gebührenordnung der jeweiligen Ärztekammer, hier sind zwei Beispiele:
      >> Ärztekammer Nordrhein: Verfahrensgebühr von 75,- €
      >> Ärztekammer Baden-Württemberg: Gebührenrahmen von 50 – 550,- € (in der Regel 153,- €).

  • 4. Welche Vorteile bringt mir die Anstellung eines Weiterbildungsassistenten und wie wirken sich die Leistungen des Weiterbildungsassistenten auf die Praxis aus?

    • Der Weiterbildungsassistent bietet Arbeitsentlastung und Unterstützung in der Praxis, ohne dass es eines weiteren Versorgungsauftrags bedarf.

    • Die Beschäftigung eines Weiterbildungsassistenten erlaubt es der Praxis, ihren Praxisumfang während der Weiterbildung um bis zu 25% zu erhöhen. Allerdings darf durch die Beschäftigung eines oder mehrerer Assistenten kein übergroßer Praxisumfang entstehen. Dies ist regelmäßig der Fall, wenn die Fallzahl zweieinhalbmal so groß ist wie im Durchschnitt vergleichbarer Kassenärzte.

    • Die Weiterbildungszeit kann als Kennenlernphase vor dem Einstieg genutzt werden und eine Bindung möglicher zukünftiger Nachfolger an die Praxis bedeuten.

    • Bei einer Kooperation mit einem Klinikum findet eine bessere Verzahnung der ambulanten und stationären Nephrologie statt.

    • Das Zentrum bietet mehr Weiterbildungsmöglichkeiten, erhöht die Anzahl der Nephrologen in Deutschland und sichert somit die Zukunft der Nephrologie.

  • 5. Kann der Weiterbildungsassistent auch nach Abschluss der Weiterbildung beschäftigt werden?

    • Der Weiterbildungsassistent wird für die Dauer der Weiterbildung in der Praxis angestellt.

    • Die Weiterbildung endet mit dem erfolgreichen Ablegen der Facharztprüfung und damit auch die Beschäftigung.
      >> Dies muss aber nicht sein, denn über die Weiterbildung hinaus kann der neue Facharzt noch solange als Weiterbildungsassistent beschäftigt werden, bis über seinen Antrag zur Teilnahme an der vertragsärztlichen Versorgung entschieden wurde (§ 32 Abs. 2 S. 3 Ärzte-ZV). Dies kann insbesondere für einen geplanten Praxiseinstieg des neuen Facharztes interessant sein.

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Film: Was macht der DN e.V.?

Video – Was ist der DN e.V.

Sie kennen den Verband Deutsche Nierenzentren (DN) e.V. noch nicht? In diesem kurzen Film zeigen wir Ihnen – in 180 Sekunden –den Verband mit seinen Leistungen, Möglichkeiten und Vorteilen. Besonders als Arzt oder Praxis sehen Sie hier sofort den Nutzen einer Mitgliedschaft. Klicken Sie auf das Video!