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Primärversorgungssystem

DN und DGfN veröffentlichen gemeinsames Impulspapier


Der Berufsverband der Nephrologinnen und Nephrologen in Deutschland (DN) e.V. hat gemeinsam mit der Deutschen Gesellschaft für Nephrologie (DGfN) ein Impulspapier zur möglichen Einführung eines Primärversorgungssystems in Deutschland veröffentlicht und hierzu eine gemeinsame Pressemitteilung versendet.

Mit dem Impulspapier möchten DN und DGfN frühzeitig auf die besonderen Anforderungen der Versorgung nierenkranker Menschen aufmerksam machen. Ein gut ausgestaltetes Primärversorgungssystem bietet aus ihrer Sicht große Chancen für Prävention, Früherkennung und eine koordinierte Versorgung – vorausgesetzt, die nephrologische Fachversorgung bleibt für Patientinnen und Patienten jederzeit gut erreichbar.

Download Impulspapier

Download Pressemitteilung

Früherkennung der chronischen Nierenkrankheit stärken

Ein zentraler Punkt des Impulspapiers ist die verbindliche Verankerung der Früherkennung. Menschen mit erhöhtem Risiko, insbesondere bei Diabetes mellitus, Bluthochdruck oder Herz-Kreislauf-Erkrankungen, sollten regelmäßig auf eine chronische Nierenkrankheit untersucht werden. Dafür sollen die Bestimmung der eGFR und der Albuminausscheidung im Urin (UACR) verbindlich in die entsprechenden Richtlinien aufgenommen werden.

Direkten Zugang zur Nephrologie sicherstellen

Gleichzeitig darf ein Primärversorgungssystem keine zusätzliche Zugangshürde zur fachärztlich-nephrologischen Versorgung schaffen. Für Menschen mit fortgeschrittener oder rasch fortschreitender Nierenkrankheit, akuter Verschlechterung der Nierenfunktion oder anderen schweren Befunden muss ein direkter Zugang zur Nephrologie gewährleistet sein.

Darüber hinaus fordern DN und DGfN strukturierte Versorgungspfade zwischen hausärztlicher und nephrologischer Versorgung, eine bessere digitale Vernetzung sowie den Ausbau regionaler Kooperationen und telemedizinischer Angebote.

Für eine zukunftsfähige Versorgung nierenkranker Menschen

DN und DGfN setzen sich dafür ein, dass Prävention, Früherkennung, interprofessionelle Zusammenarbeit und koordinierte Versorgung konsequent gestärkt werden. Ziel ist es, chronische Nierenkrankheiten frühzeitig zu erkennen, ihr Fortschreiten zu verlangsamen oder aufzuhalten und die Versorgung nierenkranker Menschen langfristig zu verbessern.